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KfW-Bank streicht kurzfristig Förderung von Effizienzhäusern - WinDA - Lebe | Träume | Verwirkliche

Vollständige Einstellung des Programm stößt auf Unverständis

Am 24.01.2022 hat die KfW mitgeteilt, dass vorläufig sämtliche Programme der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) der KfW mit sofortiger Wirkung gestoppt werden. Das habe der Vorstand der KfW nach Rück­sprache mit dem Bundes­ministerium für Wirtschaft und Klima­schutz (BMWK) am vergangenen Wochen­ende gemeinsam beschlossen, teile die Förderbank mit. Die enorme Antragsflut der letzten Wochen habe die vom Bund für die Bundes­förderung für effiziente Gebäude (BEG) bereit­gestellten Haushalts­mittel erschöpft. „Das Programm musste daher auch und angesichts der Vorläufigkeit der Haushalts­führung gestoppt werden“, schreibt die KfW. Allein im Zeit­raum November 2021 bis heute seien Anträge in Höhe von über 20 Mrd. Euro Förder­volumen eingegangen.

Bei allen, die aktuell den Neubau eines Hauses planen, löst diese Nachricht große Verunsicherung aus: Die KfW-Förderbank kündigte überraschend an, die Neubauförderprogramme für das Effizienzhaus/-gebäude 55 in der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ersatzlos zu streichen. Bereits zum 1.2.2022 soll das beliebte Programm auslaufen – und zwar vermutlich deshalb, weil es so außerordentlich beliebt war und daher einen zu großen Anteil der Gesamtförderbeträge beanspruchte. Das Programm war erst zum 1.7.2021 eingeführt worden und entsprechend groß ist nun der Aufschrei in der Wohnungswirtschaft.

Anträge können nur noch bis zum 31.1.2022 bei der KfW eingereicht werden. Ausschlaggebend für die Einhaltung der Frist ist das Datum der Antragstellung. Ebenfalls entfallen die sogenannten „EE-Klassen“ (Effizienzhaus/-gebäude 55 EE) und die Nachhaltigkeitsklasse (Effizienzhaus 55 NH), worauf haufe.de in einem ausführlichen Beitrag hinweist.

Wohnungswirtschaft ist fassungslos: „unverständlich und unsozial“

Laut Haufe.de zeigt sich der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW angesichts der kurzfristigen Änderungen fassungslos. Dessen Präsident Axel Gedaschko erklärte, die Entscheidung sei komplett unverständlich und unsozial. Ohne diese Förderung werde das Wohnen mit erhöhtem Klimastandard für viele Menschen in Deutschland unbezahlbar. Gedaschko wörtlich: „Die Politik muss die erhöhten Klimaziele durch ausreichende Förderung begleiten, um den sozialen Frieden zu sichern.“

Warum die Bundesregierung ihre Förderpolitik kurzfristig so radikal anpasst, ist nicht genau bekannt. Laut KfW wolle man die Einsparung von CO2 „noch stärker in den Fokus“ nehmen. In ihrer Mitteilung schreibt die KfW: „Förder­gelder fließen in Zukunft vermehrt dahin, wo das CO2-Einsparpotenzial am höchsten ist – in Gebäude­sanierungen und besonders effiziente Neubauten. Im Gegenzug entfällt das Förder­budget für Neubauten der Effizienzhaus-Stufe 55.“

Erst im September 2021 hatte die schwarz-rote Bundesregierung die Förderung für die Energieeffizienz von Gebäuden um weitere 11,5 Milliarden Euro erhöht. Von dem Geld scheint zuletzt zu viel in den Neubau und zu wenig in die Sanierung von Altbauten geflossen zu sein, mutmaßen die Experten von Haufe.de. GdW-Präsident Gesdaschko meinte dazu: „Dass die Förderung des Standards KfW-55 vollständig eingestellt wird, ist aber nicht nachvollziehbar.“ Man hätte die Förderhöhe reduzieren können. Laut Gedaschko könnten die Ziele des Sondierungspapiers der Ampel-Koalition mit 400.000 Neubauwohnungen jährlich nur maßgeblich in der Effizienzklasse KfW-55 erfolgen. „Die Einstellung der Förderung zum 1.2.2022 wird hier als Baubremse wirken“, sagte GdW-Präsident Gedaschko laut Haufe.de.

 

Quellenangabe Foto: „obs/KfW / Stephan Sperl“
Quellenangabe Text: hamburger-immobilien.de

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