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Tankstelle in der Teichhausstraße 41 in Darmstadt steht unter Denkmalschutz - WinDA - Wohnträume mit Beständigkeit

WOOGSVIERTEL – Schon die Türklingel beweist Charakter: Ein leierndes „Ding-Dong“ erklingt beim Betreten der Tankstelle in der Teichhausstraße 41. Nicht nur deshalb ist sie ein Kleinod: Das rot-weiß gekachelte Gebäude stammt aus den 50er Jahren und steht unter Denkmalschutz. Umso besorgter ist Pächter Lars Fittje dieser Tage, denn der gesamte Komplex ist gerade verkauft worden – und sein Pachtvertrag läuft absehbar aus.
Neue Besitzer wollen Wohnraum schaffen
„Mein Vertrag läuft noch zwei Jahre“, sagt der junge Mann aus einer Tankstellenpächterfamilie, der den Standort in der Teichhausstraße seit einem Jahr betreibt. Der neue Eigentümer habe im Zuge der Übernahme vor rund zwei Monaten angekündigt, Fittjes Vertrag nicht mehr verlängern zu wollen. Gerade so kurz nach seinem Einstand würde er die Tanke gerne weiterführen. Doch sieht er schlechte Chancen, denn wie er vermutet, will der Investor auf dem Grundstück Wohnungen bauen.
Das bestätigt dieser auf ECHO-Anfrage. „Wir wollen dort Wohnraum schaffen“, sagt Ernst Görzen, einer der beiden Geschäftsführer der 2002 in Darmstadt gegründeten Winda GmbH Co KG, die den Komplex aus insgesamt drei Grundstücken an der Ecke Teichhaus- und Soderstraße gekauft hat. Doch eins sei dabei auch klar: „Die Tankstelle wird auf jeden Fall stehen bleiben und nicht verändert.“ Das ginge wegen des Denkmalschutzes gar nicht anders.
Allerdings beziehe sich dieser nur auf das Kerngebäude an sich und nicht auf den Tankstellenbetrieb. Inwiefern ein solcher in eine Wohnbebauung passe, sei fraglich. „Es gibt verschiedene Ideen, wir sind an der Ausarbeitung des Konzepts“, erläutert Görzen. Das gelte auch für die Überlegung, ob sie das auf dem Nachbargrundstück stehende Mehrfamilienhaus in der Sonderstraße 29 in die Neubebauung integrieren könnten oder nicht. „Das wird sich in den nächsten Monaten zeigen.“
Den Mietern in dem Haus haben sich die neuen Besitzer bereits vorgestellt. „Die waren alle total nett“, berichtet Hava Evranos, die mit ihren Eltern und Geschwistern seit 15 Jahren in dem gepflegten Mehrparteienhaus wohnt. Nebenan führt ihr Vater Metin seit fast 20 Jahren einen Döner-Imbiss. „Momentan bleibt alles so“, sei ihnen bei dem Besuch gesagt worden. „Falls sich was ändert, sagen sie Bescheid.“ Von dem Gerücht eines möglichen Abrisses hätten auch sie schon gehört und fragen sich, was dann mit ihnen passieren würde. „Wir werden sehen.“
Dagegen in heller Aufregung ist Nicola Brklje, der ebenfalls in dem Haus wohnt. Und vor allem betreibt er um die Ecke neben der Tankstelle seit 30 Jahren eine Autowerkstatt. „Meine Existenz ist zerstört, das ist definitiv“, sagt er. Die neuen Eigentümer hätten ihm gegenüber gesagt, dass alles abgerissen werde. Gekündigt worden sei ihm aber schon vom Vorbesitzer im März. „Weil ich seit Januar die Mietzahlung grundsätzlich gestoppt habe“, erläutert Brklje.
Gemacht habe er das, weil er mit der ganzen Kommunikation nicht mehr einverstanden sei. „Ich wollte das Grundstück selbst kaufen.“ Mit Unterstützung der Sparkasse habe er dort 20 Wohnungen und eine Tiefgarage bauen wollen. Doch sei der Vertrag dann nicht zustande gekommen, weil der vorherige Eigentümer sich quer gestellt habe. „Der hat kein Geld“, begründet die Ablehnung sowie Kündigung Brkljes auf ECHO-Anfrage die alte Vorbesitzerin, die das Grundstück mit Tanke und Werkstatt Anfang der 2000er Jahre zusammen mit ihrem Mann von kinderlosen Verwandten geerbt hat. Es habe in der Vergangenheit schon mal Überlegungen gegeben, dort Wohnungen zu bauen. Doch habe es zu viele Auflagen gegeben – auch wegen des Denkmalschutzes.
„Das ist ja schon seit Jahren auch für uns ein großes Hemmnis“, sagt die Seniorin, die nicht namentlich in der Zeitung genannt werden will. Und nun seien sie und ihr 80 Jahre alter Mann zu alt – auch für Sanierungen, die dort nötig gewesen wären.
„Dieses Damoklesschwert schwebte hier seit Ewigkeiten drüber“, räumt Tankstellenpächter Lars Fittje ein, dass der Verkauf schon länger im Raum stand. Und er kann auch nachvollziehen, dass die neuen Besitzer als Immobilieninvestoren dort bauen wollen. „Alles andere macht keinen Sinn.“ Allerdings hat er auch Interesse, die Tankstelle zu behalten und gibt zu bedenken: „Hier sind zwei Existenzen gefährdet.“
Quelle: Darmstädter Echo 

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